Warnung vor dem Hunde – Schild am Zaun bietet keine absolute Sicherheit

Als Halter eines Hundes hat man es nicht gerade leicht. Denn egal welche Art von Vorfall in Verbindung mit dem Vierbeiner sich auch ereignet, ganz leicht trägt man die Schuld und ist somit verpflichtet, eventuell anfallende Kosten zu tragen. Da überrascht es nicht, dass sich viele Hundebesitzer besonders gut absichern möchten und dafür verschiedene Maßnahmen ergreifen.

Eine dieser Maßnahmen ist das Anbringen eines Schildes am Gartenzaun oder im Türbereich, auf dem ausdrücklich vor dem Hund gewarnt wird. Die „Warnung vor dem Hunde“ ist ein Klassiker, die auch heute noch an zahlreichen Zäunen anzutreffen ist. Im Ansatz ist das Anbringen eines solchen Schildes sogar äußerst vernünftig. Denn sollte eine Person das Grundstück betreten und der Hund einen Schaden anrichten (es genügt schon, wenn er die Person anspringt und beispielsweise deren Kleidung beschmutzt), haftet der Hundehalter dafür.

Allerdings hilft die Warnung nur in der Form, dass sie andere Personen rechtzeitig auf das Tier aufmerksam macht. Leider zeigen Gerichtsurteile, dass das Anbringen eines Warnschildes nicht automatisch eine ausreichende Absicherung verspricht. In anderen Worten: Selbst wenn ein Schild angebracht ist und somit eine klare Warnung ausgesprochen wird, befindet sich der Hundehalter nicht automatisch auf der sicheren Seite. Sobald der Hund der Person etwas antut, kann der Halter immer noch haftbar gemacht werden.

Für Hundehalter ist die Situation daher ungemein schwierig. Wir möchten deswegen aber nicht davon abtraten, Warnhinweise nicht anzubringen. Grundsätzlich sind Warnhinweise eine sinnvolle Sache, schon allein weil sie bei anderen Personen ein entsprechendes Bewusstsein schaffen. Dennoch müssen sich Hundehalter darüber im Klaren sein, dass sie ihre Tiere stets gut im Auge behalten müssen, auch wenn sich dies nicht immer leicht gestaltet.

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