Hund beschädigt Einrichtung bei Fremden – aufgepasst mit der Haftung

Normalerweise geht es in unseren Blogbeiträgen zum Thema Hundehaftpflicht vor allem um die Absicherung größerer Schäden: Jeder Hundehalter sollte versichert sein, da im schlimmsten Fall immense Kosten drohen. Doch nicht immer ist das finanzielle Ausmaß eines Schadens so groß, die meisten Schäden fallen vergleichsweise gering aus.

Dennoch sind auch solche Schäden nicht zu unterschätzen. Anhand eines Beispiels möchten wir verdeutlichen, weshalb es auch in solchen Fällen von Vorteil ist, wenn der Schutz einer guten Haftpflichtversicherung besteht.

Ausgangslage ist ein Fall, der sich tatsächlich ereignet hat. Im Mittelpunkt steht der Freund eines Hundehalters, der sich damit einverstanden erklärt hat, einige Tage lang auf den Vierbeiner aufzupassen. Er nahm den Vierbeiner mit zu sich in das Haus, wo er nach kurzer Zeit auf einen kostbaren Teppich urinierte. Der Freund verlangte vom Hundehalter eine Übernahme der Kosten, weil dieser schließlich für das Tier verantwortlich ist.

Allerdings weigerte sich der Hundehalter, diese Kosten zu übernehmen und verwies auf die Pflicht des Hundehüters, selbst aufzupassen. Schlussendlich wurde der Fall vor Gericht verhandelt, wo entschieden wurde, dass der Hundehüter zwar in der Tat von einem erhöhten Risiko hätte ausgehen müssen, die Verantwortung jedoch beim Hundehalter lag. Dementsprechend hat er den Großteil der Kosten zu tragen. Angesichts der Tatsache, dass der Fall vor Gericht verhandelt werden musste, schien der Hundehalter keinen Haftpflichtschutz abgeschlossen zu haben.

Der Hundehalter meinte, dass das Risiko auf den Hundehüter übergegangen war, schließlich hätte er seinen Hund aufgrund der Abwesenheit nicht überwachen können. Der Richter merkte an, dass man diesbezüglich eine klare Absprache hätte treffen müssen – es sei möglich gewesen, die Verantwortung temporär auf den Hundehüter zu übertragen, allerdings hätte dies ausdrücklich erfolgen müssen.

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